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Nachgefragt: Dr. Jürgen Petter im Interview

Geschäftsführer Luphos GmbH
Herr Petter - zunächst interessiert uns natürlich für was der Begriff "Luphos" bzw. die Erweiterung "LuphoScan" eigentlich steht?

Der Name „Luphos" ist ein Kunstwort und leitet sich aus den lateinischen und griechischen Übersetzungen des Wortes „Licht" ab (lat.: „Lumen", griechisch: „Phos"). Wir wollten nicht einen weiteren Namen mit „Spectra" und „Photonic" oder ähnlichen Wortkombinationen erschaffen, von denen es bereits sehr viele gibt. „Luphos" ist aus unserer Sicht einfach, sonor und individuell.
Der Produktname „LuphoScan" ist eine konsequente Ableitung aus dem Firmennamen und der Beschreibung der scannenden Technologie und könnte mit „Lichtscan" übersetzt werden – was die Messplattform ja auch hervorragend beschreibt.

Können Sie uns mit wenigen Worten das zentrale Prinzip ihres Messverfahrens näher bringen? Welche Vorteile gegenüber herkömmlichen Messsystemen weist das LuphoScan auf?

Die wesentliche Idee ist die Kombination der hohen Flexibilität bezüglich der Form der zu vermessenden Objekte und der Genauigkeit sowie Geschwindigkeit der optischen Messsysteme. Beim LuphoScan-Messsystem wird die Oberfläche der zu vermessenden Linse berührungslos mit einem interferometrischen Abstandssensor abgescannt, indem der Sensor radial über die Objektoberfläche geführt und das Objekt gleichzeitig rotiert wird. Dies ergibt eine Spiralbahn, mit der die Oberfläche des Objektes vollständig erfasst wird.
Vergleichen kann man dies mit dem Unterschied zwischen einer Schallplatte und einer CD. Während bei einer Schallplatte die Nadel auf der Platte „kratzt" wird bei einer CD die Information berührungslos (optisch) ausgelesen. Die Information, die mit dem LuphoScan-Messsystem ausgelesen wird, ist die Abstandsänderung zwischen der radialen Sollform des Objektes, auf der der Sensor geführt wird, und der Oberfläche selbst. Auf diese Weise können Abweichungen zwischen der wirklichen Oberflächenform und der Sollform direkt gemessen werden.
Darüber hinaus bietet die von Luphos entwickelte Mehrkopf-Sensorik (basierend auf der Mehrwellenlängeninterferometrie „MWLI") die Möglichkeit, mit den zusätzlichen Messköpfen während der Messung die Bewegungsfehler der scannenden Achsen zu messen. Damit kann selbst von komplex geformten Flächen mit sich stark ändernden Steigungen, steilen Flanken und Wendepunkten die Formabweichung mit einer Genauigkeit von bis zu ±0,050µm vermessen werden.

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-Luphos GmbH: Dr. Jürgen Petter-

Warum eignet sich die LuphoScan-Technologie gerade im Bereich der Asphärenfertigung?

Heutige Fertigungsgenauigkeiten erfordern schnelle und berührungslose Messtechniken. Bisherige klassische optische Messverfahren, die diese Genauigkeit bieten, haben jedoch bezüglich der Form der Objekte, die sie vermessen können erhebliche Einschränkungen und können die Objekte teilweise nur mit großem technischem und zeitlichem Aufwand vermessen. Dies gilt insbesondere bei Objekten mit starker Asphärizität. Gerade hier hat das LuphoScan-Messsystem seine Stärken, da es unabhängig von der Komplexität der Objektform beliebige rotationssymetrische Objekte teilweise bis zu einer Größe von 400mm vermessen kann.
Darüber hinaus lassen sich mit diesem Messsystem polierte sowie raue (bzw. geschliffene) Linsen vermessen, ohne dass Änderungen oder Umbauten am Messsystem vorgenommen werden müssen. Dies wiederum erlaubt, den vollständigen Fertigungsprozess einer Linse vom Schleifen bis zur Feinpolitur mit ein und demselben Messsystem zu verfolgen. Die Messgenauigkeit ist hierbei – jeweils passend zum entsprechenden Fertigungsschritt – ausreichend hoch, bis zu wenige 10 Nanometer bei polierten Objekten.

Angenommen asphericon hat ein technisches Problem mit dem Messgerät. Wie schnell kann Ihr Kundendienst reagieren und Abhilfe leisten? Können Sie darüber hinaus einen europa- oder auch weltweiten Einsatz ihres Kundendienstes sicherstellen?


Auch wenn die Luphos ein noch relativ junges und kleines Team ist, wird bei Luphos Service großgeschrieben. Wir wissen, dass die Produkte von Luphos in der Produktion eingebunden sind und daher keine langen Ausfallzeiten beim Kunden tolerierbar sind. Innerhalb von Deutschland und Europa sind wir daher bestrebt, technischen Support schnellstmöglich zu gewährleisten.
Das heißt, dass wir – falls sich das Problem nicht schneller fernschriftlich oder fernmündlich lösen lässt - in der Regel innerhalb von 48h beim Kunden vor Ort sind, um das Problem zu beheben. International sind wir zurzeit damit beschäftigt, neben dem Vertriebsnetz auch den technischen Support zu organisieren. Hier werden wir auf die Kooperation mit internationalen Partnern zurückgreifen, um einen schnellstmöglichen technischen Service zu gewährleisten.

Herr Dr. Petter, haben Sie vielen Dank!

Ansprechpartner:

Dr. Thomas Hegenbart

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